Glossary

Der Begriff „Bastards“ wurde während der Kolonialzeithäufig verwendet, um Menschen, die aus Beziehungen zwischen Kolonisatoren und Kolonisierten hervorgingen, abzuwerten und zu stigmatisieren. Diese wurden oft als „unrein“ angesehen, weil sie nicht in die damals konstruierten Kategorien von „Rasse“ und sozialer Ordnung passten.
In der Bezeichnung „Buschmann“ zeigt sich die europäische Gegenüberstellung von „Kultur“ (=Europa/globaler Norden) und „Natur“ (=alle anderen). Impliziert wird, dass Menschen aus europäischer Sicht „im Busch“, also vermeintlich primitiv in der Natur (ohne nähere Ortsangabe) leben.
Als „Hottentotten“ bezeichneten zuerst die Niederländer südafrikanische Völker, die über Klick-Laute kommunizieren. Diese Art zu kommunizieren galt in Europa als unzivilisiert. Auch heute steht der Begriff für Chaos.
Als „Hottentotten“ bezeichneten zuerst die Niederländer südafrikanische Völker, die über Klick-Laute kommunizieren. Diese Art zu kommunizieren galt in Europa als unzivilisiert. Auch heute steht der Begriff für Chaos.
„Indianer“ ist ein pauschalisierender Begriff, der die enorme kulturelle, sprachliche und gesellschaftliche Vielfalt indigener Völker Amerikas ignoriert. Er ist eine koloniale Bezeichnung, der diese Völker zusammenfasst, Unterschiede negiert und mit vielen rassistischen Zuschreibungen einhergeht. In der westlichen Popkultur wird der Begriff „Indianer“ heute oft mit klischeehaften Darstellungen assoziiert, etwa in Westernfilmen, in denen indigene Menschen entweder als „edle Wilde“ oder als „gefährliche Gegner“ dargestellt werden.